(Quelle der Abbildung: Bibliographisches Lexikon für Mecklenburg, hrsg. von Andreas Röpcke Bd. 6 - Rostock: Schmidt-Römhild 2011 - mit freundlicher Genehmigung der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Schwerin)

 

 

Dr. h. c. Alexander Karl Friedrich Franz Behm (1880 – 1952) 

 

Chronik

Stand: 29. Oktober 2015

zusammengestellt von Werner Schneider, Berlin

(siehe auch Literaturhinweise gesondert unter "Behm-Biografie/Literatur")

- zu unterstrichenen Texten sind Quellen mit Download-Klick hinterlegt -

 

1880

9.1.1880 Geburt Johanna Marie Erna Glamann, in Giewitz/Mecklenburg, später Ehefrau von Behm, neuntes von zehn Kindern der Eltern Alexis Alwin Glamann und Lisette Junke (Mutter stirbt bei Geburt des zehnten Kindes 1881) 

11.11.1880 Geburt Alexander Carl Friedrich Franz Behm in Sternberg/Mecklenburg, Vater: Oberpostsekretär Ernst Anton Behm (1851 - 1925), Mutter: Paula/Pauline, geb. Prange (1855 – 1922) 

1881

Umzug der Familie Ernst und Pauline Behm mit Sohn Alexander von Sternberg nach Rehna wegen Versetzung des Postbeamten Ernst Behm 

1882

Geburt des Bruders Otto Behm in Rhena (6.5.82) 

1883

Umzug Familie Behm von Rhena nach Parchim wg. Versetzung des Vaters 

1886

Geburt des Bruders Werner Behm in Parchim 

1891

bis 1896 Besuch des Friedrich-Franz-Gymnasium zu Parchim (wiederholt Quarta); Quelle: Archive des Gymnasiums und der Stadt Parchim

1896

Umzug der Familie Behm von Parchim nach Hadersleben/Nordschleswig, heute Haderslev/Dänemark, wg. Versetzung des Vaters 

Schuljahre 1896/97 und 1897/98: jeweils Wiederholung eines Schuljahres (in Deutschland: Untersekunda) am Johanneum (Gymnasium) der preußischen Provinz Nordschleswig zu Hadersleben, Abschluss mit der "mittleren Reife"

1897

Praktikum beim Regiments-Büchsenmacher in Hadersleben 

bis 1902 Hilfsassistent des Physiklehrers C. Dunker, Privatunterricht in Mathematik  

1899

Gründung der Firma Neufeldt + Kuhnke, Kiel, später HAGENUK (stellte u.a. Schiffsausrüstungen her und begann, mit Unterwasserschall zu experimentieren), gründete 1911 die Tochterfirma Signalgesellschaft mbH zur Entwicklung und Produktion von Unterwasserschallgeräten in Kiel, die - neben den Bremer ATLAS-Werken - bereits frühzeitig eine bedeutendste Konkurrenz der Behm-Echolot-Fabrik wurde

1900

erste Veröffentlichung „Über die elektrische Batterie“ mit Conrad Dunker  

1901

Gründung der Firma SUBMARINE SIGNAL COMPANY Boston durch E. Gray und A. Mundy, u.a. Entwicklungen von maritimen Navigationssystemen; später Lizenzverträge an die Norddeutschen Lloyd, die 1905 das „Büro für Unterwasserschallapparate“ (ab 1911 Atlas Werke) gründete. Die Atlas-Werke stellten u.a. Schiffsausrüstungen, später Unterwasserschallgeräte, her und wurden - neben der Signal-Gesellschaft in Kiel - bereits frühzeitig eine bedeutende Konkurrenz der Behm-Echolot-Fabrik

1902

Behms Mathematik-Übungsbuch enthält Übungen, die im März 1902 enden. 

Immatrikulation und Studium der Elektrotechnik (SS 1902) an TH Karlsruhe, Bekanntschaft mit Prof. Dr. A. Schleiermacher (1857 – 1953) 

1903

bis Ende 1904 zweiter Assistent bei Physik-Professor Dr. Otto Lehmann; Bekanntschaften mit Physik-Prof. Geheimrat Meidinger (1831 – 1905), Chemie-Prof. Dr. Fritz Haber (1868 – 1934), Assistent Dr. Hermann Samuel Reimarus Sieveking (1875 – 1914)  

1.2.1903 Versetzung von Behms Vater, Oberpostsekretär Ernst Behm, nach Neustrelitz. Dort wohnhaft Bahnhofstraße 6 (bis 1910, danach Umzug nach Parchim) 

1904

Mit Dr. Sieveking Entwicklung eines Geräts zur Schallstärkenmessung (Sonometer)  

gemeinsame Veröffentlichung Sieveking/Behm über „Akustische Untersuchungen“ 

Bekanntschaft mit Dr. C. Grünzweig, Korksteinfabrikant, Ludwigshafen  

16.12.1904 Brief von Geheimrat Prof. Meidinger an Behm (kündigt Empfehlungsschreiben an Hofrath Exner an, das mit Datum 29.12.1904 auch geschrieben wurde) 

1905

Hochzeit (14.02.1905) mit Johanna Behm, geb. Glamann, Standesamt Neustrelitz; Trauzeugen sind der Kaufmann Alexander Schmidt, 57 Jahre alt, wohnhaft Rostock, Hermannstr. 24, und Behms Vater Ernst Behm, 53 Jahre alt; Feier im Hause von Behms Eltern in der Bahnhofstraße 6 

Bekanntschaft mit F. R. Metz, Direktor der Firma Korksteinfabrik A.G. Wien/Budapest (vormals Kleiner & Bokmayer) in Mödling/Wien (Registerbuch des Handelsgerichts Wien RegB020 0159 und 0160), Leitung der Physikalisch-Technischen Versuchsanstalt der Korksteinwerke, Mödling (bis Ende 1911/Anfang 1912)

1906

Patent für "Mess- und Registriervorrichtung für Schallwellen" (Sonometer) DRP Nr. 182126 vom 11.4.1906

Veröffentlichung von Oberingenieur Gümbel, Vortrag über Unterwassersignale auf dem siebenunddreißigsten Vereinstage des Deutschen Nautischen Vereins in Berlin am 16.2.1906 (u.a. Bericht über Entwicklung, Erfahrungen, Anwendung von Unterwasser-Mikrophonanlagen, montiert in Binnen-Schiffstanks zur Ortung von Glockenschallgeräuschen von Feuerschiffen zwecks Schiffsorientierung (Quelle: Deutsches Museum, München, Archiv, Firmenschrift der Fa. Norddeutsche Maschinen- und Armaturen-Fabrik GmbH, Bremen, Spezial-Fabrik für Schiffshilfsmaschinen)  

Auftrag der deutschen Marineleitung an Neufeldt und Kuhnke zur Entwicklung „geeigneter“ Schallsender, mit denen Morsezeichen ins Wasser gestrahlt werden können; (technischer Leiter seinerzeit Dr. Usener; er stellt 1908 den 28jährigen Heinrich Hecht (*1880-1961) ein, der mit Hahnemann Messungen der Schallreichweite und ihrer Einflussfaktoren macht und hierüber veröffentlicht (Quellen u. a. bei Ziehm 1988) 

1910

zwischen ca.  1910/1912 Behm entwickelt die „Trockene Behmfliege“, für die er in Wien am 15.1.1913 ein Patent erhält. 

1911

Gründung der Signal Gesellschaft mbH durch Neufeldt und Kuhnke (HAGENUK) zur Entwicklung von Wasserschallanlagen, ab 1926 Electroacustic GmbH (später bedeutende Konkurrenz der Behm-Echolot-Fabrik)

1912

Untergang der „Titanic“; Beginn gezielter Echolotentwicklung  

Patentanmeldung in Österreich betr. Gerät zur Messung der Meerestiefen durch Schallreflektion (Antrag abgelehnt) 

1913

Umzug nach Kiel, Hardenbergstraße 31 erste Etage (wohnhaft dort bis 1945) 

Finanzierungs-/Patentnutzungsvereinbarung mit Dr. H. Anschütz-Kaempfe (1872 – 1931)  

ab ca. 1913/14 Pacht eines Gartens in der Fichtestraße, Arbeit u.a. im Gartenhaus  

Geburt von Eitel Tette (1913 – 2004), ab ca. 1918/1920 „Ziehsohn“ von Johanna Behm 

Patent DRP Nr. 282009 vom 22.7.1913 „Einrichtung zur Messung von Meerestiefen … mit Hilfe reflektierter Schallwellen“ (noch auf der Basis der Schallstärke bzw. Intensität des Echos) 

1914

Fotos vom Unterwasserschall und von Echos, aufgenommen im Aquarium 

Patent DRP-Nr. 289883 vom 30.04.1914 für „Mess- und Registriervorrichtung für schwingende Körper“ (erteilt 24.1.1916) 

Patent für Submarine Signal Corporation, Boston, vom 12.12.1914, DRP-Nr. 312430, für “Vorrichtung zum Messen von Entfernungen mittels reflektierender Schallwellen” (erteilt am 26.5.1919) 

Kauf des ehemaligen Kanonenboots „SMS Otter“, Umrüstung zu einem Laborschiff (mglw. auch erst 1915)

1916

Patent DRP Nr. 310690 vom 7.1.1916 „Anordnung zur Bestimmung von Meerestiefen…“ (neue Basis ist die Schall-/Echogeschwindigkeit, erteilt am 26.9.1921) 

1919

Veröffentlichung Broschüre der Signal G.m.b.H. „Unterwasserschall-Signale“: Bericht über bisherige Entwicklung der Unterwasser-Schalltechnik für die Navigation in Kombination von Feuerschiff-Schallquellen, für Morsetechnik; Ankündigung von Unterwasser-Horchanlagen und Geräte für Tiefen- und Eisbergortung über Zeitdifferenzmessungen (Fundstelle: Archiv des Deutschen Museums München, Firmenschriften) 

1920

Gründung der Behm-Echolot-Gesellschaft m.b.H. und Behm-Echolot-Fabrik GmbH, Kiel, Kleiststraße Ecke Holtenauer Straße 

Patent DRP-Nr. 357202 vom 1.6.1920 „Kurzzeitmesser“ (erteilt am 18.1.1923)  

Veröffentlichung  von H. Barkhausen und H. Lichte „Erste quantitative Unterwasserschallversuche - Mitteilungen aus dem Laboratorium der Torpedoinspektion“ in Annalen der Physik, vierte Folge, Band 62 S. 32ff.: Bericht über schalltechnische Versuche mit elektromagnetischen Sendern und Mikrophonen; dabei geht es vor allem um die Reichweite noch messbarer Schallwellen; Ergebnisse in Kurzfassung u. a.: Die Ausbreitung des Schalles auf große Entfernungen erfolgt (wie in der Luft) nicht nach dem Gesetz des Quadrates der Entfernungen, sondern nach einem Dämpfungsgesetz. Ursachen hierfür sind (wie in der Luft) akustische Ungleichförmigkeiten, insbesondere unregelmäßige Temperaturverteilungen. Folgerung hieraus: Reichweite des Unterwasserschalls im Sommer geringer als im Winter. 

Veröffentlichung Dr. W. Kunze „Fortschritte im Unterwasserschall-Signalwesen und ihre Bedeutung für die Handelsschifffahrt“ – Vortrag auf dem VII. Deutschen Seeschifffahrtstag in Bremen am 15.04.1920 – Sonderdruck mit Vorblatt Atlas Werke (Fundstelle: Deutsches Museum München Archiv R-Nr 205/3)  

1921

Behms erste Echolot-Veröffentlichung „Das Behm-Echolot“ in Annalen  der  Hydrographie und Maritimen Meteorologie S. 241 ff); in Fußnote 1 weist Behm auf Beginn seiner Arbeiten 1912 in Wien und seine älteste Patentanmeldung in Österreich vom 24.9.1912 hin; „Auch sind meine Untersuchungen nicht im Dienste der Firma Anschütz & Co., sondern in meinem Laboratorium ausgeführt und von Herrn Dr. Anschütz-Kämpfe lediglich durch die Hergabe von Geldmitteln gefördert worden, wofür letzterer an meinen fünf ältesten Patenten Anrechte erworben hat. Im Jahre 1920 habe ich die Verwertung meiner Erfindung durch Gründung der Behm-Echolot-Gesellschaft in Kiel selbst in die Hand genommen und hat mein Echolot seitdem eine wesentliche Um- und Ausgestaltung erfahren. Diese Verbesserungen sind von mir in 30 weiteren deutschen Patentanmeldungen niedergelegt. Darunter befinden sich einige, die allgemeines Interesse beanspruchen, und hoffe ich, über diese im Rahmen dieser Zeitschrift gelegentlich noch berichten zu dürfen.“  

Patent "Verfahren zur Höhenbestimmung auf Luftfahrzeugen" (Luftlot für Zeppeline) DRP Nr. 442974 vom 12.6.1921

Patent "Verfahren zur Ermittlung des Verlaufs von Schächten, Stollen, u. dgl." DRP Nr. 447979 vom 26.6.1921

1922

Veröffentlichung Behm „Über die Weiterentwicklung des Behm-Lotes und das Prinzip des Kurzzeitmessers“ in: Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Heft XI, S. 289 ff. Zitat hieraus: „Auch die beabsichtigte Verwendung dieses Zeitmessers an Bord von Handels- und Kriegsschiffen bedingt allergrößte Einfachheit der Konstruktion und der Bedienung, weil Wert auf dauernde Betriebssicherheit und Bordmäßigkeit gelegt werden muß.“  

Veröffentlichung Von O. Baschin, „Das Behm-Echo-Lot, in: Zeitschrift für Feinmechanik Nr. 8 1922 S. 90/91; in Kürze zum Inhalt: Weitgehende Vereinfachung der Handhabung; wichtig für Vermessungen und Kabelverlegungen; demnächst für Tiefseelotungen Rückkehr zur photographischen Registrierung; neuerdings auch im Dienste der Luftschifffahrt    

Veröffentlichung Dr. H. Maurer, Oberregierungsrat, Das Echolot, in: Marine-Rundschau 1922 Heft 7 S.348 ff.; in Kürze zum Inhalt: Wissenschaftliche, differenzierte Auseinandersetzung mit gründsätzlich positiver Beurteilung des Behmlots, insbesondere des Kurzzeitmessers; jedoch Vorbehalte wegen offener Fragen zur Anwendbarkeit bei großen Meerestiefen, wegen diverser Fehlerquellen wie z. B. Temperatureinfluss, Salzgehalt, Wasserdruck  

Veröffentlichung Dr. E. Schreiber, Über einige Versuchsergebnisse mit dem Anschütz-Echolot, in Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorolgie 1922 S. 46 ff.  

Buch von Dr. Franz Aigner, Unterwasserschalltechnik – Grundlagen, Ziele und Grenzen, Privatdozent für Experimentalphysik an der TH Wien, Verlag von M. Krayn Berlin Wien: Erwähnt Behm nicht, dafür aber die Untersuchungen von Lichte, Hecht, Hahnemann, Barkhausen und der Signalgesellschaft Kiel 

Bekanntschaft mit Hans von Schiller (1891 – 1976), Luftschiffkapitän der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, ca. 1922 Beginn der Entwicklung des Höhenmessgeräts (Luftlot)  

1923

Vater heiratet am 18.3.1923 ein zweites Mal  

Veröffentlichung von Georg Wüst, Die ersten akustischen Tiefseelotungen, in: Die Naturwissenschaften 1923 S. 286 ff.; zum Inhalt in Kürze: Zitat „Die Methode der akustischen Lotung ist in den letzten drei Jahren außerordentlich vervollkommnet worden, in Deutschland bekanntlich durch Alexander Behm, dessen Echolot sich in flachen Gewässern durchaus bewährt hat. Für die Zwecke der Tiefseelotung hat Behm eine besondere Form seines Lotes angegeben, bei dem photographische Registrierung zur Anwendung gelangt … In einem späteren Aufsatz stellt der Erfinder einen neuen Kurzzeitmesser für Tiefseelotung in Aussicht. Von einer Anwendung dieser Verfahren Behms über große Tiefen ist bisher nichts bekannt geworden, offenbar weil die Erlotung großer Meerestiefen nicht im unmittelbaren Interesse der praktischen Schifffahrt gelegen ist. Für die Wissenschaft hat jedoch die Vervollkommnung der akustischen Lotmethode gerade nach dieser Richtung außerordentliche Bedeutung….“ Fußnote zitiert: „Nach Mitteilung von Herrn Prof. H. Maurer haben die Amerikaner neuerdings akustische Tiefseelotungen auch im Mittelländischen Meer, Indischen und Pazifischen Ozean durchgeführt bzw. begonnen“.  

Veröffentlichung von W. Brennecke, Hamburg, Das Behm-Lot, in Die Naturwissenschaften Heft 9 1923 S 149ff.; zum Inhalt in Kürze: Fachkundige und differenzierte Darstellung des Entwicklungsprozesses mit Erwähnung der photografischen Darstellung des Schalls durch Behm; Zitat: „Der Einfluss der Temperatur auf den Kurzzeitmesser ist so gering, dass er für Echolotzwecke, wie Untersuchungen von Behm zeigen, außer Betracht gelassen werden kann. Weitere Fehlerbestimmungen ergaben einen Maximalfehler der gesamten Messanlage von etwa 25 cm Tiefenmessung ...Ferner ergaben Untersuchungen, dass der Kurzzeitmesser innerhalb eines Zeitraumes von 0,00044 Sekunden in und außer Gang gesetzt werden kann bei einem Maximalfehler von 0,000156 Sekunden…“   

Veröffentlichung von Harvey C. Hayes, Ph.D., Research Physicist, U. S. Navy, „Measuring ocean depths by acoustical methods, Presented at the Stated Meeting of the Institute held Wednesday, March 21, 1923, Printed … March 1924 und by Washington Academy of Sciences Fall 2007 durch Stiefenkel mit an den Anfang gesetztes Zitat als “tribute to Dr. Hayes on the occasion of the dedication of the Harvey C. Hayes Room of Quarter A at the Naval Research Laboratoriy, May 21, 1999: Hayes zitiert hierin Admiral Karl Doenitz: “…the enemy has rendered the U-boat ineffective, not by superior tactics or strategy, but through superiority in the field of science, which finds its expression in the modern battle weapon – tetection.”; beschreibt das Echolot von Reginald A. Fessenden gem. US-Patent No. 1,217,585 mit kritischem Blick; Beurteilung des Behm-Lots differenziert, jedoch Lob des Kurzzeitmessers: Zitat: „… and has finally succeeded in making this measurement with a high degree of accuracy with comparatively simple and rugged apparatur…. The means for recording the time of sound transit between transmitter and receiver by way of reflection from the sea-bottom consists of an ingenious design of chronograph that is started moving when the cartridge is fired and stopped by the fluctuation in the receiver circuit when the sound wave, reflected from the sea-bottom, strikes the receiver. This sounding device, which the inventor calls the Behm-Echolot, represents a large amount of excellent research and the exercise of considerable ingenuity. It should give reliable sounding data for depths within about eight fathoms.”  

1924

Erprobungsfahrt auf „MS Hansa“ mit Dr. Schulz (Seewarte) u. Behm-Mitarbeiter Walter Krentzien, Erprobungsfahrt auf „MS Westphalia“  

Behm erhält Preis von der „Koninlichte Neederlandsche Vereeniging von Luchtvaart“, Amsterdam, im Rahmen einer Preisausschreiben zur Verbesserung der Luftsicherheit     

Veröffentlichung Dr. H. Maurer, Das englische Echolot, in Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Sept. 1924 S. 221 ff. 

Veröffentlichung Bruno Schulz, Hamburg, Seewarte, Geschichte und Stand der Entwicklung des Behmlotes unter besonderer Berücksichtigung der Lotungen auf D.S. „Hansa“, Hamburg-Amerika Linie, in Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie November 1924 S. 255ff.; in Kürze zum Inhalt: Ausführliche und detaillierte Darstellung der Entwicklungsgeschichte der Unterwasserakustik, insbesondere des Echolots; Zitat: „Die erste bis zur praktischen Ausführung gekommene Lösung gelang unabhängig von seinen Vorgängern nach langer systematischer Arbeit dem Physiker Alexander Behm … Der Wunsch, durch praktische Erfahrung ein Urteil über sie zu gewinnen und besonders auch Versuche über ozeanischen Tiefen auszuführen, fand die Unterstützung der Hamburg-Amerika Linie, die für den Verfasser und den technischen Assistenten der Behm-Echolot-Gesellschaft Walther Krentzin freie Reise auf einer Fahrt des D.S. „Hansa“, Kapt. Graalfs, von Hamburg über Halifax nach New York und zurück (29. IV.- 30.V.1924) gestattete …“; ein Nachteil des photographischen registrierenden Behm-Lots sei, dass für die Bedienung geschultes Personal erforderlich sei; Vereinfachungen seien mit Behms Kurzzeitmesser erreicht; hiermit seien Lotungen bis 159 m möglich, dann aber sei der „der Moment erreicht, wo der gebeugte Schall dem Echo intensitätsgleich wird, dann versagt die Abschirmung und die natürliche Grenze der Verwendbarkeit der bisher benutzten Form des Kurzzeitmessers ist erreicht.“ ….“Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, hat B. eine einfache, aber wichtige Konstruktionsänderung am Kurzzeitmesser angebracht, nämlich die verspätete Empfängereinschaltung oder die Abschaltung, wozu die im Kurzzeitmesser vorhandene Kontrolle benutzt wird in Verbindung mit einem Relais…“ Damit sei die bisherige Tiefengrenze beseitigt. (Fortsetzung S. 289 im 2. Teil): „…Es stellte sich heraus, dass über den größten überfahrenen Tiefen (5200 m) die 8 g-Patrone noch ausreichend war, um das Echo deutlich im mit den Echomikrophonen verbundenen Telephon zu hören“ war … Schulz erwähnt weitere Anwendungsmöglichkeiten z.B. zur Erkennung von Kohlenflözen und Salzlagern, „vielversprechende Versuche mit dem Zeppelin-Luftschiff LZ 126 und Anwendungen zur Optimierung der Tiefe von Schleppnetzen zum Fischfang. 

Siehe weitere Veröffentlichungen von Kapitän L. Schubart (Deutsche Seewarte), Dr. H. Maurer, Dr. Arnold Schuhmacher (Deutsche Seewarte) in der Literaturübersicht 

1925

bis 1927 Deutsche Atlantikexpedition mit „Meteor“, Ausstattung u.a. mit Behmlot, das jedoch nur für Navigationszwecke eingesetzt wird; die Hauptmessungen in der Tiefsee erfolgen mit Atlas- und Signal-Loten; später wird die Effizienz des Behmlots z.T. kritisch bewertet; Behm wehrt sich mit dem Argument, es sei nicht korrekt montiert worden  

Näheres zur Planung, Ausstattung etc. der „Meteor“-Expedition: G. Schott, Hamburg, Deutsche Seewarte, Die Forschungsreise des „Meteor“, in Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie 1925 S. 145ff.   

Weitere Veröffentlichung von Gerhard Schott, Messung der Meerestiefen durch Echolot, Wissenschaftliche Abhandlungen des 21. Deutschen Geographentages zu Breslau vom 2. bis 4. Juni 1925, Verhandlungen des Deutschen Geographentages, Vol. 11, Berlin, Dietrich Raimer; in Kürze zum Inhalt: Geht auf Behms Echolot und Kurzzeitmesser und einige Erprobungsfahrten ein; wegen Sturm/Orkan (Zitat) „… erwiesen sich die Behm’schen Mikrophone leider als nicht empfindlich genug oder versagten vollkommen, ohne dass Abhilfe möglich war, da die Ladung des Schiffes den Zugang versperrte …“… „…und wir werden sehen, dass das „Fathomater“ der amerikanischen „Submarine Signal Corporation“ im Grund genommen nichts anderes ist als ein Behm’scher Kurzzeitmesser für langen Lauf. Der deutsche Kurzzeitmesser kann als ganz frontreif noch nicht erklärt werden; er hat noch Kinderkrankheiten, deren technische Einzelheiten hier nicht interessieren….“ … „Bei großen Schiffen ist die Erschütterung erträglich; bei kleineren, wie dem neuen Vermessungs- und Forschungsschiff „Meteor“, haben sich Übelstände ergeben …“….“„Alles in allem kann man sagen: die Aufgabe der akustischen Tiefmessung ist technisch gelöst; doch bestehen noch einzelne Schwierigkeiten. Die Erprobung in der Praxis wird sie allmählich beseitigen und zugleich ergeben, welche Apparatur die größten Vorteile bietet. Möglich, dass …. Verschiedenes neben einander sich behauptet; persönlich möchte ich bis auf weiteres bei ozeanographischen Arbeiten aus oben angegebenem Grund dem photographisch registrierenden Behm’schen Echolot das Wort reden. Auch das akustische Luftlot vom Flugzeug oder Luftschiff aus bei Nebel und Dunst … wird seinen Weg machen. Eine neue Zeit!“.  

Bekanntschaft mit dem Polarforscher R. Amundsen (1872 – 1928) und seinem Piloten Hjalmar Riiser-Larsen (1890 – 1965), Ausrüstung ihrer Expedition mit Behmlot 

Vater Ernst Behm verstirbt am 5.10.1925 in Parchim  

1926

Ausstattung der Expedition General Nobiles, Luftschiff „Norge“, mit Behmlot 

Bekanntschaft mit Meteorologen u. Polarforscher Johannes Georgi (1888 – 1972)  

ca. 1926 – 1928 Beginn der Freundschaft mit Constantin Freiherr von Moltke 

ca. 1926 - 1928 Jagdunfall mit der Folge einer Gehbehinderung (Knieversteifung)  

Veröffentlichung A.Behm, Das Behmlot und seine Entwicklung als akustischer Höhenmesser für Luftfahrzeuge in: Zs. F. Flugtechnik, Beih. 13, 1926  

1927

Verleihung der großen goldenen Plakette durch die französische „Union pour la Securité en Aeroplane“, Paris, im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs 

Fertigstellung der „Jagd- und Fischerhütte“ in Tornschau, bei Tarp, Kreis Flensburg 

Ausstattung der Expedition Kapitän Wilkins mit Behmlot  

Veröffentlichungen von Dr. E. Lübcke, Berlin, Dr. W. Kunze, Walter Stahlberg, Berlin (Stahlberg zu den Ergebnissen der „Meteor“-Expedition); s. im einzelnen Literaturübersicht 

1928

Verleihung der Ehrendoktorwürde durch Christian-Albert-Universität Kiel 

Absturz General Nobile mit dem Luftschiff „Italia“ am Nordpool (Behm-Lot an Bord 

Veröffentlichung von Alexander Behm „Die Entstehung des Echolotes“, Vortrag gehalten auf der Anschlußtagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte in Kiel am 22.9.1928 (Fundstelle Stadtarchiv Kiel) 

Brief von Prof. A. Schleiermacher an „verehrten Herr Doctor“; in Kürze zum Inhalt: Glückwunsch zur Verleihung der Doktorwürde, Dank „für Ihre freundliche Zuschrift und Zusendung Ihrer letzten und früheren Abhandlungen“ Fundstelle: Landesarchiv Baden-Württemberg 

Patent "Verfahren zur Feststellung von Fischschwärmen und von zum Fischen geeigneten Wasserstellen" DRP Nr. 507942 vom 18.12.1928

 

1929

Schwedische Arktis-Expedition Dr. Sandström, Ausstattung mit Behmlot 

Weltumrundung des LZ 127 „Graf Zeppelin“, Ausstattung mit Behm-Luftlot 

Ernennung zum Ehrenmitglied des Parchimer Angelvereins 

1930

Ehrenbürger der Stadt Sternberg, Mecklenburg-Vorpommern 

Ausstattung der Ostgrönland-Expedition Hans Krüger (1886 – 1930) mit Behmlot  

Absturz des britischen Luftschiffs R 101, Behm-Luftlot hätte Absturz wahrscheinlich verhindert (Presse „War die R 101-Katastrophe vermeidbar?“ berichtet u.a. über eine Mitteilung des Luftschiffkapitäns Hans von Schiller an Behm über einen gemeinsamen Besuch mit Dr. Eckener in England zur Beerdigung und zu Gesprächen über die Unglücksursache)  

Sonderbeilage der Kieler Zeitung vom 11.11.1930 zum 50. Geburtstag „Ein Ehrentag der deutschen Wissenschaft – Dr. Behm, Kiel, heute 50 Jahre alt“; in Kürze zum Inhalt: Huldigung des Erfinders des „weltbekannten“ Echolots, enthusiastische Ehrung Behms, der als Wissenschaftler von Weltrang dargestellt wird. 

1931

Luftschiff ZR III, ausgestattet mit Behm-Luftlot, überfliegt Kiel (Sonderbeilage in der Kieler Zeitung Nr. 447 vom 23.9.1931 (evtl. auch 1930)  

1933

Presseartikel von Henrich Hansen „Eine Kieler Erfindung erobert die Welt“ (Quelle unklar); in Kürze zum Inhalt: Enthusiastischer Bericht, meist in Ich-Form (Interview-Gespräche) mit Aufzählung der ausgestatteten Expeditionen  

1934

Umzug der Behm-Echolot-Fabrik GmbH in die Holtenauer Straße 198, Seitenflügel  

Patent "Künstlicher Fischköder" DRP Nr. 598343 vom 24.5.1934  

vermutlich Anfang der 30er Jahre: Elsabe A. Fries: Twee brennende Dannböhmer, in plattdeutscher Mundart beschreibt A. Fries Behms elektrisch beleuchtete Tannenbäume vor der Fischerhütte; auch berichtet sie, dass sie und ihre Schulfreundin und Nachbarin, Ilse Christiansen (später verh. Ilse Schneider), in diesen Jahren regelmäßig am Tag vor Heiligabend in der Fischerhütte von den Behms beschenkt wurden; Fundstelle: Nachlass Ilse Schneider (Näheres hierzu in W. Schneider, Echozeiten, Berlin 2012 S. 273 ff.) 

1936

Behms Kieler Freund Constantin Freiherr von Moltke veröffentlicht biografisches Buch „Gegen den Wind“ beim Westermann-Verlag in Braunschweig (Fundstelle: Buch und Schriftwechsel hierzu im Stadtarchiv Kiel)  

1937

Mehrere überschwängliche Zeitungs- und Zeitschriftenberichte aus Anlass des (vermeintlichen) 25jährigen Echolot-Jubiläums u. d. in Bremer Zeitung vom 26.9.1937 „25 Jahre Echolot – Eine Deutsche Erfindung von weltwirtschaftlicher Tragweite“; außerdem: Der Deutsche Techniker Nr. 10 Oktober 1937 „Aus der Welt der Technik – Beilage zu „Der Deutsche Techniker“ „25 Jahre Echolot“ 

1940

Mehrere Zeitungsartikel aus Anlass des 60. Geburtstages von Alexander Behm (insbesondere Kieler und norddeutsche Zeitungen)  

1941

Veröffentlichung von J. Georgi, „A. Behm, der Erfinder des Echolotes, 60 Jahre alt“ in Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie 1941, Heft III, S. 96ff.; in Kürze zum Inhalt: vor allem anerkennende Würdigung seiner Lebensleistung; die verschiedensten Anwendungsfelder werden beschrieben; Zitat: „Mag auch später die weitere technische Ausgestaltung der Behmschen Echolotmethode durch die Großindustrie aller Länder mit ihren unbegrenzten wissenschaftlichen und geldlichen Mitteln übernommen sei, so berührt dies die unvergängliche Leistung von Behm ebenso wenig, wie etwa die weitere Entwicklung des Kraftwagens, des Rohölmotors oder des Luftschiffes die Leistungen von Benz, Diesel oder Zeppelin berührt. Daher werden wir als Deutsche gern den Worten zustimmen, mit denen ein berufener Vertreter der Schifffahrtkunde Dr. Behms Lebenswerk kennzeichnet: „Wenn der Nautiker heute im Kartenzimmer auf den Knopf drückt, dann gibt ihm die Technik in weniger als einer Sekunde die unter dem Kiel befindliche Wassertiefe an. Dies ist so phantastisch, dass vor 50 Jahren noch jedermann dies als Märchen erklärt hätte! Umso dankbarer wollen wir aber Dr. Behm sein, dass er als Deutscher zuerst das Echolotproblem theoretisch und praktisch gelöst hat!““ 

1945

Umzug in die „Fischerhütte“ im Treenetal, Tornschau bei Tarp Kreis Flensburg 

ca.1944/45/46 Amputation des linken Unterschenkels (wahrscheinlich Diabetes-Folge)  

1946

Fragebogen des Military Government of Germany vom 14.6. und 25.7.1946, so genannter Entnazifizierungs-Hauptausschuss Kiel; in Kürze zum Inhalt: Größe 1,80m Gewicht 200 Pfund, Haarfarbe schwarz, Augen braun, Religion zunächst evangelisch-lutherisch, jedoch ausgetreten wegen zu hoher Kirchensteuern, Gymnasium Parchim 1886 bis 1894, Gymnasium Hadersleben 1894 bis 1897 (laut Unterlagen des Gymnasiums in Parchim müsste es korrekt ab 1896 lauten), unter Zeugnisse: „Papiere verloren gegangen“, unter Berufs- oder Handwerksprüfungen: „keine“, wegen Alters vom Militärdienst zurückgestellt, Kriegsverdienstkreuz vom Rüstungskommando, Mitgliedschaft in der DAF und NSBO vom 1.9.1935 bis 1.4.1945 und in der NSV jeweils ohne Ämter; Reichstagswahl November 1932: Deutschnationale Volkspartei; Reichtagswahl März 1933: Stimmenthaltung; unter „Veröffentlichungen seit 1923“: „keine“; Jahreseinkünfte zwischen 1931 und 1945 schwankend zwischen 14.000 und 33.000 RM, Johanna hat Haus in Rostock, Schliemannstraße geerbt, Auslandsreisen nach Holland, Dänemark, Norwegen zwecks Erprobung von Echoloten bei Reedereien oder Marinestellen; mitunterschrieben von Erna Sasse, Prokuristin;         Beschluss der Militärbehörde: „Belassung da politisch unbelastet“ (Fundstelle: Landesarchiv Schleswig-Holstein Schleswig) 

1947

Kooperationsvereinbarung mit dem Physiker Dr. Siegfried Fahrentholz sen., Betreiber des Echolot-Entwicklungslabors in Kooperation mit der Behm-Echolot-Fabrik GmbH; später Übergang der Firma auf den Sohn, Physiker Dr. Siegfried Fahrentholz jun. 

1950

ca. 1950/1951/1952 Aufzeichnungen durch Hans Günter von der Burchard  

1951

Veröffentlichung in „Technischer Ansporn für Vorwärtsstrebende“ vom 10.3.1951 Überschrift auf Umschlagseite „Behm-Echolot hätte „Titanic“ gerettet“ innen: „Das Lebenswerk von Dr. h.c. Alexander Behm – Erfinder des Echolotes und Großvater des Radargerätes“; in Kürze zum Inhalt: Ausführliche Darstellung z.T. in „Ich-Form“ mit Skizzen und Fotos, Würdigung eines Pioniers, die Autoren hat Behm offenbar ein Jahr vor seinem Tod – er war bereits bettlägerig krank - in seiner Fischerhütte; erwähnt wird u.a. seine Bekanntschaft mit Prof. Zenneck, München, der mit „elektrischen Wellen“ gelotet; man habe ihn seitdem auch „den Großvater des Radargeräts“ genannt. 

1952

22.1.1952 Tod Alexander Behms in Kiel, Begräbnis in Oeversee (Kreis Flensburg) am 26.01.1952 

Nachrufe in mehreren Zeitungen und Fachzeitschriften  

1953

Veröffentlichung von Helmut Drubba und Hans Heinrich Rust, Die Entwicklung der akustischen Meerestiefenmessung, Hamburg, Zeitschrift für angewandte Physik 1953 S. 388 – 400; in Kürze zum Inhalt: Eine gründliche und differenzierte Abhandlung der Historie, die Echolotentwicklung wird als  internationale Erfindung vieler Männer verschiedener Nationen gewertet, die überwiegend nebeneinander (z. T. notwendigerweise kriegsbedingt) entwickelt haben, hierzu habe Behm wichtige Beiträge, Erkenntnisse, Erfahrungen und Impulse beigetragen; hervorgehoben wird seine Ausdauer; jedoch (Zitat): „Der kürzlich aufgestellten Behauptung, das Echolot sei eine rein deutsche Erfindung, kann offensichtlich nicht beigepflichtet werden“…..“Die Entwicklung des Echolots ist also aus dem Bemühen und Forschen vieler Männer der verschiedensten Nationen hervorgegangen und bietet daher ein klares Beispiel einer wahrhaft internationalen Erfindung.“ 

1956

6.1.1956 Tod Johanna Behms in Tornschau, Übertragung der Behm-Echolot-Fabrik an die Prokuristin, Erna Sasse, und den Betriebsleiter, Alfred Köster 

1970

Auflösung der Behm-Echolot-Fabrik GmbH, Echolote werden weiterhin durch Firma Dr. Siegfried Fahrentholz GmbH & Co. KG, Kiel, hergestellt 

ab ca. 1974 jährliche Ehemaligentreffen („Behmianer“ oder „Behmer“ genannt) in Kiel bis ca. 2004  

in 70er Jahren (möglicherweise teilweise früher): Übernahme des Nachlasses Behm durch Schifffahrtsmuseum Kiel (Möbel, Geräte, Dokumente; 2011 im Museumsdepot; das Museum war/ist wegen Umbaus geschlossen); Dokumente, Bücher, Fotos, Zeitungsausschnitte etc. wurden vor einigen Jahren in den Bestand des Stadtarchivs Kiel übernommen  

1980

Dokumentarfilm „Der Erfinder mit dem Knall“ von H. Jürgen von der Burchard (SWR) 

Kieler Nachrichten (und andere) berichten am 11.11.1980 aus Anlaß des hundertsten Geburtstags von Behm 

1984

Veröffentlichung von J. F. Preylowski „Eine Fliege hat Geburtstag“, in: Fliegenfischen 4/84; in Kürze zum Inhalt: (Zitat) „Behm schuf die einzige heute noch bekannte Köder-Fliege, die den Namen eines Deutschen trägt. Am 20. August wurde sie 74 Jahre alt.“; viele der Erfindungen Behms auf dem Fischereigebiet wurden patentiert (u.a. Spinner, Rutenbautechniken, Rollenkonstruktionen, Wurftechniken und deren Beschreibung, chemische Lösungen zum Präparieren von Fliegenschnüren und zum Färben von Federn), seinerzeit waren der „Behmkugelspinner“, der „Behmzopf“ u. a. Behm-Köder in ganz Deutschland populär, heute ist noch die Behm-Fliege bekannt, in Fachkreisen sogar weltweit. 

1987

Aufzeichnung von Eitel Tette, dem "ZIehsohn" von Johanna Behm: "Dr. h.c. Alexander Behm", 32 Seiten, unveröffentlicht (Fundstellen u.a. Universitätsbibliothek Kiel, Bürgerhausarchiv Tarp, Archiv Deutsches Museum München)

1992

Kieler Nachrichten 22.1.1992 Bericht zum 40. Todestag „In Kiel fand der Physiker die nötige Wassertiefe“  

Kieler Nachrichten 01/2002 Artikel von O. Meyer „Aus der Tiefe“ aus Anlaß des fünfzigsten Todestages von Behm  

2004

Ausstellung „Das Echolot – Die Tiefe hören – 4000 Jahre Tiefenmessung im Ozean“ organisiert zum „Jahr der Technik“ vom GEOMAR Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel

2014

Ausstellung "Alexander Behm und das Echolot" vom 18.06.2014 bis 22.08.2014 in der Merkur-Galerie der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (Bergstr. 2, 24103 Kiel);  

Broschüre (pdf-Download): "100 Jahre Echolot - Die Tiefe hören"; Herausgeber: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel; L-3 ELAC Nautik; Institut für Pädagogik, Abt. Medienpädagogik / Bildungsinformatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU); Deutsche Hydrographische Gesellschaft e.V. (DHyG)

 

Ergänzende oder korrigierende Hinweise bitte per Email an

info@alexander-behm-echolot.de